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FR

03.07.2020
19 Uhr


impulsr∈ih∈
w(∀)hr∈ li∈b∈



Kunst- und Kulturhaus
Rechenzentrum
Raum 243
Dortustraße 46
14467 Potsdam







“l∀ss mich zitt∈rnd vor dir st∈h∈n”
4000 j∀hr∈n 
li∈b∈slyrik




Partizipatives Impulsreferat // Kerstin Michalke und Lidy Mouw


An diesem Abend beschäftigen wir uns mit dem Verdichten der Liebe.
Wir hören Gedichte aus 4000 Jahren Liebeslyrik.
Wir schauen uns an was im Poetry Slam zu Liebe gesagt wird.
Auch hören wir vertonte Liebesgeschichten.

Die Zeile: “Lass mich zitternd vor dir stehen”, ist aus dem ältesten überlieferten Liebesgedicht. Vor 4000 Jahren schreibt eine summerische Frau den Satz auf eine Tontafel. Anlass ist ein Frühlingsritual für die Fruchtbarkeit des Landes und das Wohlergehen der Menschen die dort leben.
Im Gedicht beschwört eine Göttin einen König sie zu lieben und mit ihr zu schlafen.
Sie sagt: “Lass mich zitternd vor dir stehen”

Bis heute stehen sich in der Liebeslyrik die Geliebten zitternd gegenüber.

Die Dichter*innen, die Slammer*Innen und Künstler*innen des Gesprochenen Wortes zeigen mit ihrer Kunst, wie sie Liebe und Sexualität verstehen, und welche Wünsche, Vorstellungen und Emotionen dabei entstehen.

Das ist immer anders und dann doch überraschend gleich:

Lass mich zitternd vor dir stehen.
Warum zittert all mein Herz?
Und Du zitterst vor Ahnungen.
Du zitterst wie die Frühlingsflur.
Und um mich zittert die Sommerluft.
Wir senkten zitternd die Blicke.



Kerstin Michalke,  Künstlerin und Fysiotherapeutin

Neben ihren Aufgaben in der Sozialen Arbeit geht Kerstin Michalke diversen künstlerischen Interessen nach.

Manchmal verknüpft sie diese, zum Beispiel bei der Arbeit im th∈∀t∈rl∀bor h∀tschisi und in einem Chorprojekt.

Bei dem Chorprojekt fand sie heraus wie Gemeinschaft ensteht, bei der Beschäftigung mit Worten und Tönen. 
Die Worte und Töne bekommen im gemeinschaftlichen Tun einen tieferen Sinn, der lange nachhalt, auch individuell; durch einen Ohrwurm, ein plötzliches Verständnis oder eine neue Ahnung.


Lidy Mouw, Künstlerin

Lidy studierte Tanz, Choreografie und Tanzvermittlung in Amsterdam. Ihr Fachgebiet ist daher die Körpersprache.
Trotzdem arbeitet Lidy vor allem mit Worten.
Sie schreibt an und über Ideen.
Sie schreibt an und über Künstler*innen.
Meistens nicht in ihrer Muttersprache, sondern auf Deutsch, Englisch oder Französisch.

Beim Lesen ebenso.
Es sind Texte in unterschiedliche Sprachen, die andauernd die Frage hervorrufen:
Wie ist dieser Satz gemeint? Kann ich meinen niederländischen Sprachraum betreten oder muss ich mich woanders hinbegeben? Die Orientierung ist manchmal tückisch.

Beim dem Studieren von Liebeslyrik ist es für alle Menschen so:
Sie lesen sich in einer anderen Sprache ein, die das Verständnis und den Einlass öffnet, zu neuen Denkräumen und geistigem Zuwachs.